Große Augen machen – Kurzclip zur Mangamesse Connichi 2014 in Kassel

16. September 2014 - 13:29 Uhr

Während der diesjährigen Connichi 2014 in Kassel, fand in Zusammenarbeit mit dem Kunsttempel und dem Zeicheninstitut Kassel das Kunstevent “Große Augen machen” statt. Alle, die Interesse hatten konnten sich durch die Connichi inspiriert dem Zeichnen widmen. Der Kunsttempel stand dazu mit Zeichenmaterialien zur Verfügung. Zudem hatte Fotograf Reimund Lill sein Fotostudio aufgebaut und war als Bildermacher auf der Mangamesse unterwegs. Stephan Haberzettl produzierte einen 10 Minuten Film mit Gesichtern der Connichi 2014.

Stephan Haberzettl suchte die besonderen Augenblicke der Connichi 2014

Stephan Haberzettl fand besonderen Augenblicke der Connichi 2014

Die Gesamtergebnisse der Arbeiten waren am Samstag Abend auf einer großen Leinwand gegenüber der Stadthalle zu sehen.

Sehen Sie hier nun Haberzettl’s Kurzclip zum gleichnamigen Kunstevent Große Augen machen” zur Connichi 2014 in Kassel.

Wir danken allen Beteiligten für die Unterstützung!

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Interview mit Ralf Kemper über das Trashfilmfestival Kassel

8. Juli 2014 - 19:29 Uhr

Seit nunmehr zehn Jahren organisiert Independent Filmer Ralf Kemper “der phantastische Trashfilm” Festival in Kassel. Die Idee kam ihm und Freunden 2004, als es darum ging, einen selbst produzierten Film öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

Aus der Idee ist bis heute das neunte Festival erwachsen! Mit Stolz kann Kemper deshalb auch auf die Anfänge zurückblicken. Im Gründungsjahr kamen gerade einmal 14 zahlende Gäste und im vergangenen Jahr waren es je Abend schon um die Hundert.

Das Festival zeigt - Independent-Produktionen werden immer professioneller! Hier Snake Eater von Andreas Olenberg und Daniel Littau

Das Festival zeigt - Independent-Produktionen werden immer professioneller! Hier Snake Eater von Andreas Olenberg und Daniel Littau

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der meist bundesweit eingegangenen Filme beim Thema Liebe. Das Programm 9. der phantastische Trashfilm Festival im Panoptikum in Kassel sieht folgendermassen aus:

Freitag 11.07.2014

18 Uhr – Einlass
19 Uhr – Beginn

Shotgun von Thomas Scherer / Offenburg 19 min
Die Klodysee von Julian Elbers / 6 min
Black Scenes von Mano Anandason / Kassel 5 min
Taste The Blood von Lars Bernert / Braunschweig 12 min
Der Mit Den Polnischen Untertiteln von Victor Höller / Bielefeld 5 min
Ramon von Thorsten Homberger / Dortmund/Kassel 15 min

PAUSE

Spur Muskat von Dobromir Bilca / Fellbach 12 min
The Millers von Christine Maslok / Berlin 4 min
Taste Of Terror von Sebastiano Trebastoni / 12 min
Hop To Hell von Thomas Maslowski / 6 min
Dämonisch von Benjamin Bechtold / 20 min

PAUSE

Eifersucht von Thomas Pill / Friedberg 17 min
Superbia von Thilo Neubacher / 48 min
Hit The Road von Felix Knoche / 7 min

Stimmabgabe Publikumspreis gegen 23 Uhr

Samstag 12.07.2014

18 Uhr – Einlass
19 Uhr – Beginn

Publikumsgewinner vom Freitag
Tränenbrot von Tim Ungermann / Ellhofen 15 min
Sommertraum von Simon Marian Hoffmann / 7 min
Das Letzte Geschenk von Milena Aboyan/Marie Schröder / Kassel 3 min
Mutter Natur von Andrè Kirchner / Berlin 15 min

PAUSE

Destruction Of Silence von Jakob Gisik / Kassel 42 min
Snake Eater von Andreas Olenberg/Daniel Littau / Bielefeld 7 min
Pogrom von Dennis Klose / Bremen 10 min

PAUSE

The Good, The Bad And The Milky Way von Hans-Dieter Edler / Graz/Österreich 35 min
Liebe von Kai E. Bogatzki / Velbert 16 min
Alles Super von Ralf Beyerle / Berlin 25

Stimmabgabe Publikumspreis gegen 23 Uhr

(Änderungen vorbehalten!)

Wer Lust hat beim 10. Festival seinen eigenen Film einzureichen, kann Ralf Kemper unter info@spontitotalfilm.com kontakten! Viel Spaß!

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Vernissage “Farben am Himmel” – Kunst aus dem Oman

16. Mai 2014 - 14:29 Uhr

Unter dem Titel “The Omani Flying Art Exhibition” – der Fliegenden Kunstausstellung aus dem Oman, startet in der documenta-Stadt Kassel die erste Gruppenausstellung omanischer Künstlerinnen und Künstler in Europa. Gestern war nun die große Vernissage in der d:gallery in Kassel und wir wollen heute mit ersten Einblicken glänzen! Kurator Zaki Al-Maboren stand uns zur Verfügung die Präsidentin der Omanischen Kunstgesellschaft persönlich über die Ausstellung zu befragen. Und das Besondere – wir haben uns entschieden für unsere arabisch sprechenden Zuschauerinnen und Zuschauer, den arabischen Interviewton beizubehalten. Das klingt doch mal interessant!

Im Gespräch Kurator Zaki Al-Maboren mit Maryam Al-Zedjaliya Präsidentin der Omanischen Kulturgesellschaft

Kurator der Ausstellung Zaki Al-Maboren im Gespräch mit Maryam Al-Zedjaliya Präsidentin der Omanischen Kunstgesellschaft

Nun aber gute Erkenntnisse und nutzt die Öffnungszeiten bis 29. Juni 2014 jeweils Freitags von 15 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 15 Uhr.

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Nietzsche und Ich – ein Abend mit Welf Kerner

14. Mai 2014 - 10:29 Uhr

In der heutigen Ausgabe von artort.tv treffen wir auf den Akkordeonisten Welf Kerner. Welf stand uns in unserem Ofen-Office für ein lauschig-musikalisches Interview zur Verfügung. Zudem besuchten wir ihn bei seinem Bühnenstück “Nietzsche und Ich” im Foto-Motel in Kassel. Die Presse feiert den Liedermacher zurecht, was folgende Zeilen, die wir von Welf Kerner erhalten haben, eindrücklich besingen. Aber zu Beginn steht Nietzsche!

“Euch, den kühnen Suchern, Versuchern,
und wer je sich mit listigen Segeln
auf furchtbare Meere einschiffte, -
euch, den Rätsel-Trunkenen, den Zwielicht-Frohen,
euch allein erzähle ich das Rätsel, das ich sah …” ( aus Zarathustra)

Der Kasseler Akkordeonist, Sänger und Komponist Welf Kerner erzählt von seinem persönlichem “Nietzsche Erlebnis” und geht “mit Nietzsche auf Entdeckungsfahrt” (Juliane Sattler, HNA)

“Ein Musiker und Allroundtalent, der das Mainstreamige weit hinter sich lässt, wenn er singt, wenn er rezitiert. Nietzsche-Verse, die so waghalsig sind und aufrütteln können. Die er in Klangformen gießt und seine Stimme dazugibt, eine, die rau klingt und harsch, rebellisch und immer auch mitreißend.“

“Friedrich Nietzsche ist der größte Pechvogel der Philosophiegeschichte: Er wurde nicht nur von Analphabeten in deren Deutsch, sondern auch noch in deren Wirklichkeit übersetzt” so der deutsch-jüdische Schriftsteller Ludwig Marcuse über den Missbrauch und Missdeutung Nietzsches’ Philosophie durch die Nationalsozialisten.Tatsächlich war Nietzsche ein entschiedener Gegner des “Nationalitäts-Wahnsinns” und ein Verfechter einer kulturellen Einheit Europas.

„Man sieht Nietzsche ins Auge und weiß, wo das Ziel der Menschheit liegt“ (Christian Morgenstern).
Gegen die Massenkultur, die bereits zu seiner Zeit allmählich zu Herrschaft gelangte, setzte er das Ideal eines erhabenen, sich selbst bestimmenden Individuums. Der Mensch soll dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen, er soll die eigene Identität bestimmen, unbewusste und hintergründige Prozesse durchschauen, Vorurteile und dogmatische Überzeugungen hinterfragen, Mut haben, mit neuen Orientierungen und Lebensformen zu experimentieren. Seine Philosophie ist in einer Umbruchssituation entstanden und sie kann als eine Antwort auf diese Situation aufgefasst werden. Auch heute leben wir in einer Zeit des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbruchs, in einer Übergangsgesellschaft, in der Altes durch Neues ersetzt werden muss. Nietzsches Philosophie kann uns Wege zeigen, mit einer solchen Umbruchssituation umzugehen.

Reden aus „Also sprach Zarathustra“ mischt Kerner mit eigenen Liedern und Interpretationen von Schiller und Goethe, u.a., “alles fließt irgendwie ineinander, lässt ein kleines Gesamtkunstwerk entstehen.”(HNA)

Ein Panoptikum für Sucher, Versucher, Rätsel-Trunkene und Zwielicht-Frohe…”

Akkordeonist Welf Kerner im artort.tv Interview

Akkordeonist Welf Kerner im artort.tv Interview

Wir wünschen gute Erkenntnisse und Welf Kerner viele neue Fans! Seine Webseite mit Informationen zu Auftritten lautet Akkordeonist.de

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Ankündigung – Kunst aus dem Oman in der documenta-Stadt

9. Mai 2014 - 16:29 Uhr

Unter dem Titel “The Omani Flying Art Exhibition” – der Fliegenden Kunstausstellung aus dem Oman, startet in der documenta-Stadt Kassel die erste Gruppenausstellung omanischer Künstlerinnen und Künstler in Europa. Kurator Zaki Al-Maboren begrüßt in diesem kurzen Film alle Gäste, die zur Vernissage am 15. Mai in die d:galery nach Kassel geladen sind.

Kurator und Künstler - Zaki Al-Maboren freut sich über zahlreiche Gäste in der d:gallery Kassel

Kurator und Künstler - Zaki Al-Maboren freut sich über zahlreiche Gäste in der d:gallery Kassel

Die Grundidee hinter der „fliegenden Kunstausstellung“ ist, omanischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu eröffnen, mit ihren Arbeiten in einen internationalen Diskurs zu treten. Die „Reise um die Welt“ soll einen Austausch über omanische Tradition, Identität und künstlerische Inspiration ermöglichen – zugleich aber auch den Versuch, die Identität der eigenen Gesellschaft zu reflektieren und mit neuen Einflüssen zu befruchten.
Es werden 43 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern des Omanischen Kunstvereins in Maskat präsentiert. Bereits der Transport der Kunstwerke mit der staatlichen Fluggesellschaft Oman Air ist Teil der Gesamtschau, denn während des Transports ins Zielland zeigt die Airline alle Exponate auf den Bildschirmen der Maschine. Somit entsteht eine Art „Luftbrücke der Kunst“, um die Vorfreude auf die Ausstellung im Ankunftsland zu wecken.
Auf Reisen geschickt wurde die Ausstellung 2013 anlässlich der Feierlichkeiten zum 43. Nationalfeiertag und zum 20-jährigen Bestehen des Omanischen Kunstvereins. Die Flying Art Aktion ist exakt auf ein Jahr bis zum 19. Dezember 2014 begrenzt.

Die Erste Phase: Einzelausstellungen
Künstlerinnen und Künstler wurden im Rahmen eines Austauschprogramms in die Welt gesandt, um sich weiter zu entwickeln, den Austausch aufzubauen und mit neuen Ideen zurück in den Oman zu kommen. Die jeweilige Landesvertretung übernimmt dabei auch die Organisation einer Einzelausstellung. Bislang fanden diese in den folgenden Ländern statt: || London – Großbritannien || Paris – Frankreich || München – Deutschland || Mailand – Italien || || Zürich – Schweiz ||

Die Zweite Phase: Gruppenausstellungen
Bislang steht nur Kassel als erster Ort für die Gruppenausstellung fest. Weitere werden in 2014 folgen und ihren Abschluss im Oman am 19. Dezember 2014 finden. In der documenta- Stadt Kassel wird die Ausstellung am 15. Mai 2014 um 19:00 Uhr in der d:gallery eröffnet.

Wir wünschen gute Erkenntnisse!

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artort.tv – Lukas Thiele “Am Rande der Zeit”

2. Mai 2014 - 14:29 Uhr

In der heutigen Ausgabe von artort.tv schauen wir auf die praktische Abschlussarbeit von Trickfilmer Lukas Thiele. Er greift das Thema “Film im Raum” auf und interpretiert es auf eine sehr ungewöhnliche Art in seinem “Apparat”.

Die Installation “Am Rande der Zeit” versucht einen zeitgenössischen Umgang mit dem mehr als 100 Jahre alten Medium Film. Es greift dabei einen der ältesten bekannten Filmapparate, das Zoetrop, auf und verbindet es mit einer der neuesten Entwicklungen im Bereich der Fertigungstechnik: dem 3D Druck mit Gipspulver bzw. dem 3D Druck in FDM-Technik.

Lukas Thiele erklärt die Funktionsweise seines "Apparats"

Lukas Thiele erklärt die Funktionsweise seines "Apparats"

Thieles “Am Rande der Zeit”-Apparat steht in einem abgedunkelten Raum. Drei Öffnungen sind auszumachen, in denen in einem Lichtkegel jeweils eine kleine Figur zu sehen ist. Die Figuren bewegen sich ganz so, als ob sie lebendig wären bzw. man vermutet, dass es sich um eine 3-D-Installation handelt, um die die Zuschauer sich frei bewegen können. Die drei Charaktere – ein Arbeiter, ein Wissenschaftler und ein Taucher versuchen scheinbar, die Maschine zu steuern. Sie interagieren dabei mit dem Sound, der aus dem Inneren der Maschine dringt. Der Zuschauer wird dabei auf die “Probe” gestellt, weil die Figuren immer mal wieder in einer “Wartezeit” verharren, bevor sie dem Sound folgend sich weiter bewegen. Was sich aber genau zwischen den Charakteren und der Maschine abspielt, dass kann nur gemutmasst werden.

Deshalb heißt es hingehen und inspirieren lassen! Wann Lukas Thiele wo zu sehen ist, verrät seine Webseite www.lukasthiele.de. Wir wünschen tolle Erkenntnisse!

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Filmdokumentation mit Musikern des Staatsorchesters Kassel

28. April 2014 - 12:29 Uhr

In der Dokumentation von Stephan Haberzettl erleben wir Musikerinnen und Musiker des Staatstheaterorchesters Kassel hautnah. Sie erzählen ganz persönlich wie sie als Kinder zur Musik gekommen sind, von Studium und Prüfungsstress bis hin zu ihrem Leben als Berufsmusiker in Kassel.

Stand wie seine Kolleginnen und Kollegen Rede und Antwort - Violoncellist Wolfram Geiss

Stand wie seine Kolleginnen und Kollegen Rede und Antwort - Violoncellist Wolfram Geiss

Haberzettl war mit seinem Team im Sommer bei Proben, wie auch Konzerten dabei und stellt in einem weiteren Film die Orchesterleitung in Szene.

Beide Filme sind eine Auftragsarbeit für das Staatstheaterorchester und ein DVD-Geschenk an sein treues Publikum für die Spielzeit 2013/14.

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artort.tv nachgefragt: Wolfgang Luh – Scherben nach Australien

27. März 2014 - 17:29 Uhr

Im Oktober haben wir über den Künstler Wolfgang Luh und seinem Kunstwerk “Requiem für eine verlorene Stadt” berichtet (Filme hier im Kanal!). Heute sind wir auf einem kurzen Besuch bei ihm zu Hause, weil er eine interessante Mail zu seiner Aktion erhalten hat.

Scherben vom Kasseler Weinberg auf dem Weg nach Australien

Scherben vom Kasseler Weinberg auf dem Weg nach Australien

Auch in Australien ist das Schicksal Kassels bekannt – vor allem dann, wenn eigene Familienmitglieder im Feuersturm 1943 ihr Leben gelassen haben. Genau so eine Geschichte erzählt die Post aus Australien! Wir wünschen dem Projekt weiterhin eine lebendige Diskussion und Ihnen spannende Erkenntnisse!

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artort.tv – Fragment Requiem – Interview und Performance mit Jeanine Osborne

13. November 2013 - 21:29 Uhr

Heute zeigt artort.tv die Performance der Schweizer Künstlerin Jeanine Osborne “Fragment Requiem”, die sie anlässlich der Ausstellungseröffnung von Wolfgang Luh’s “Requiem für eine verloren Stadt” am 21. September 2013 in Kassel zeigte.

Zwei die sich verstehen - Künstlerin Jeanine Osborne zu Gast bei Wolfgang Luh's Ausstellungseröffnung am 21. September 2013 in Kassel

Zwei die sich verstehen - Künstlerin Jeanine Osborne zu Gast bei Wolfgang Luh's Ausstellungseröffnung in Kassel

Der Performance voraus geht ein kurzes Interview mit der Künstlerin (in Englisch) in der sie beschreibt, aus welchen Elementen und Medien ihre Kunst besteht, wie sie den Kasseler Künstler Wolfgang Luh kennen gelernt hat und wie sie auf die Performanceidee zu “Fragment Requiem” kam.

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artort.tv – Porträt Wolfgang Luh – Requiem für eine verlorene Stadt

18. Oktober 2013 - 20:29 Uhr

Die heutige Ausgabe von artort.tv widmet sich der Zerstörung Kassels vor genau 70 Jahren in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1943. Wir besuchen dazu den in Kassel lebenden Recycling-Künstler Wolfgang Luh, der in den vergangenen vier Jahren einen ganz bemerkenswerten Blick auf diesen für die Nordhessenmetropole so einschneidenden Tag ans Licht gefördert hat.

Kassel - Stadt der Rüstungsindustrie - nach dem verheerenden Luftangriff vom 22. auf den 23. Oktober 1943

Kassel - Stadt der Rüstungsindustrie - nach dem verheerenden Luftangriff vom 22. auf den 23. Oktober 1943

Wolfgang Luh lebt nur unweit der Innenstadt im Auefeld in Kassel. An das Auefeld grenzen Weinberg und Rosenhang. Die Entdeckungen, die der aus Südhessen stammende Künstler bei Spaziergängen macht, sind für ihn erst nach mehreren Gesprächen mit Kasseler Bürgerinnen und Bürger greifbar. Luh findet Scherben, die so gar nicht zu einem städtischen Parkleben passen wollen. Wie ihm von Passanten erzählt wird, wurden nach der völligen Zerstörung der Innenstadt vor 70 Jahren, Schutt und Überreste dorthin endgelagert.

Fasziniert von den Scherben sammelt Luh über vier Jahre hinweg über 220 kg von Fundstücken und vertieft sein Wissen über die dort verschüttete Vergangenheit.

Konfrontiert mit Gefühlen einer verlorenen Stadt - Luh's "Der Fluss" aus Scherben der Kasseler Innenstadt

Konfrontiert mit Gefühlen einer verlorenen Stadt - Luh's "Der Fluss" aus Scherben der Kasseler Innenstadt

Erleben Sie im artort.tv-Porträt einen Künstler, der ausgehend von kleinsten Teilen einer Geschichte, die großen Fragen von Frieden, Erinnerung und Mahnung in seinen Händen hält und diese mit einer Akribie zu Tage fördert, die in Zeiten von Kriegseinsätzen, Flüchtlingen und Rüstungsexporten nicht aktueller sein könnten.

Wir bedanken uns beim Stadtmuseum der Stadt Kassel für die Originalfilmaufnahmen und wünschen gute Erkenntnisse!

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