Vernissage ART IN ENERGY

artort.tv – Vernissage ART IN ENERGY from clipmedia Film on Vimeo.

Am 08. November war es endlich soweit! Die Eröffnung unserer internationalen Kunstausstellung ART IN ENERGY.

Großer Zuspruch für die Vernissage von ART IN ENERGY
Großer Zuspruch - Vernissage von ART IN ENERGY

Rund 150 Kunstinteressierte fanden den Weg nach Kassel. Im Kunsttempel trafen sie auf 11 der 24 Küstlerinnen und Künstler, die für ART IN ENERGY zum Thema Energie ihre Arbeiten vorstellten. Wie der Titel der Ausstellung ‚zwischen Technik und Emotionen‘ bereits im Vorfeld vermuten ließ, war auch die Ausstellungseröffnung von Überraschungen zum Thema geprägt. Es gab rege Diskussionen, Freundschaften wurden geschlossen und über die Zukunft der Energie in der Kunst und im täglichen Leben gesprochen.

Die Dichte der Arbeiten auf so kompakter Ausstellungsfläche brachte dann auch die nötige Energie zum Ausdruck, die ART IN Energy zu provozieren versuchte. Ohne Zweifel wird die gestartete Reihe von ART IN ENERGY – Ausstellungen mit der Kulturinitiative CUBE Colors fortgesetzt.

Bis zum 18. November 2012 bleibt die Ausstellung im Kunsttempel Kassel. Danach ist sie bei der Kasseler Firma CUBE Engineering zu sehen.

Öffnungszeiten Mo-Fr 16 bis 19 Uhr Sa+So 14 bis 18 Uhr

Presse aktuell: ART in ENERGY im Magazin für erneuerbare Energien

In der aktuellen Ausgabe von Neue Energie findet sich unter dem Titel ‚Energiereiche Kunst‘ auf Seite 91 folgender Artikel über unsere Ausstellung ART in ENERGY:

ART in Energy in Neue Energie auf Seite91
ART in Energy in Neue Energie auf Seite91
ART IN ENERGY in Neue Energie
ART IN ENERGY in Neue Energie

Das Beratungsunternehmen CUBE Engineering realisiert nicht nur weltweit Windprojekte, die Kasseler und Hamburger Energieexperten fördern die Erneuerbaren auch in künstlerischer Hinsicht. Für die Ausstellung „Art in Energy – zwischen Technik und Emotionen“hat CUBE Engineering gemeinsam mit den Kuratoren Zaki Al-Maboren und Stephan Haberzettl Kunstwerke zusammengestellt, die sich mit dem Thema Energie auseinandergesetzt haben.

Stefan Chun, Geschäftsführer von CUBE Engineering: „Als Gründer von CUBE Engineering bekenne ich mich noch immer gerne zu Pionierprojekten für die erneuerbaren Energien. Die Kunst spricht ihre eigene Sprache, mit der sie die WElt verändert. Und das wollen wir auch.“ Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne Hörmann, sieht die Ausstellung in der nordhessischen Metropole als nahezu ideale Verbindung: „In Kassel sind Kultur und Energie zuhause. Es liegt also auf der Hand, beide Pole gerade hier zusammenzuführen“.

Die beiden Kuratoren und Künstler Al-Maboren und Haberzettlbringen die Gemeinsamkeiten mit zwei Fragen auf den Punkt: „Was ist Energie der Zukunft? Kreativität. Was ist die Kreativität der Zukunft? Freundliche Energie.“ Unter dem Motto „Wir setzen Energie frei“ haben 23 internationale Künstler Werke geschaffen, die derzeit in der Ausstellung in Kassel besichtigt werden können. (jh)

Weitere Pressemeldungen

ExtraTip vom 14.11.2012

ExtraTip berichtet über ART IN ENERGY
ExtraTip berichtet über ART IN ENERGY

HNA vom 15.11.2012
HNA berichtet über ART IN ENERGY

documenta 13 Rückblick – Korbinian Aigner

artort.tv documenta 13 Rückblick – Korbinian Aigner from clipmedia Film on Vimeo.

Diese Woche geht es mal wieder in das Fridericianum. Im ersten Stock konnte man in einem extra Raum zwei außerordentlich spannende Künstler entdecken.
Mark Lombardi – dessen Skizzen leider von den Erben zur artort.tv-Dokumentation nicht freigegeben wurden und Korbinian Aigner.

Korbinian Aigner bietet Anlass zum Gedankenaustausch und nachdenken
Korbinian Aigner bietet Anlass zum nachdenken und Gedankenaustausch

Aigner, der als Apfelpfarrer bezeichnet wurde ist auf der d13 mit hunderten von Apfelzeichnungen und mit einem seiner gezüchteten und von Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev und Künstler John Durham in der Karlsaue gepflanzten Apfelbaum vertreten. Auszüge über Korbinian Aigner bei Wikipedia:

Neben dem Obstbau war Aigner auch sehr an der Tagespolitik interessiert. 1916 war er der bayerischen Zentrumspartei beigetreten. 1923 besuchte er interessehalber eine Veranstaltung der NSDAP und hörte dort auch eine Rede von Adolf Hitler. Seit dieser Zeit kämpfte er gegen den Nationalsozialismus. Gerade in seinen Predigten bezog er eindeutig Stellung und wehrte sich. Es wurden einige Geldstrafen gegen ihn verhängt und im Januar 1937 wurde Aigner nach Hohenbercha (Landkreis Freising) strafversetzt. Das Attentat von Georg Elser am 8. November 1939 nahm Aigner zum Anlass, am 9. November über das Fünfte Gebot (Du sollst nicht töten) zu sprechen. Dabei fiel auch der Satz „Ich weiß nicht, ob das Sünde ist, was der Attentäter im Sinn hatte. Dann wäre halt vielleicht eine Million Menschen gerettet worden“. Dieses Zitat Aigners wurde von seiner Kollegin (einer linientreuen Aushilfslehrerin) Charlotte Gerlach am 12. November an den Ortsgruppenleiter von Hohenkammer, Münsterer, gemeldet. Am 22. November wurde Aigner verhaftet und ins Gefängnis Freising gebracht.
Die Anklage lautete auf Verstoß gegen § 2 des Heimtückegesetzes vom 20. Dezember 1934. Am 7. Mai 1940 wurde Aigner zu sieben Monaten Haft verurteilt und in das Gefängnis Stadelheim gebracht. Da ihm die Untersuchungshaft angerechnet worden war, wurde er am 23. Juni 1941 aus der Haft entlassen und ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Von dort kam Aigner am 12. September als Häftling Nr. 32.779 ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort wäre er beinahe an einer Lungenentzündung gestorben. Darüber wird ein Bonmot Aigners kolportiert: Den Gefallen tu ich euch net, da heroben in Preußen zu sterben.
Am 3. Oktober 1941 wurde er als Häftling Nr. 27.788 nach Dachau verlegt und dort im Priesterblock untergebracht. In Dachau leistete er seine Zwangsarbeit hauptsächlich in der Landwirtschaft. Zwischen zwei Baracken pflanzte er Apfelbäume, und es gelang ihm sogar die Züchtung der neuen Sorten KZ-1, KZ-2, KZ-3 und KZ-4. Von diesen Sorten blieb bis 2012 nur die Sorte KZ-3 erhalten, die nun auf der documenta 13 gepflanzt und in Form von Apfelsaft verkauft wurde.

English:
In addition to fruit Aigner was also very interested in politics. He had been a member of the bayerischen Volkspartei (BVP) (Bavarian People’s Party) since 1916. In 1923 he attended out of interest organized by the Nazi party and heard a speech by Adolf Hitler. Since that time he fought against the Nazis. Especially in his sermons he drew a clear stand and fought back. There were some fines imposed against him and in January 1937 Aigner was demoted. The assassination attempt by Georg Elser on 8 November 1939 led Aigner to give a speech on the Fifth Commandment („Thou shalt not kill“) on 9 November. It was also the phrase „I do not know if the sin is what the terrorists had in mind. Then would hold perhaps a million people have been saved.“ This quote was Campaigners on by his colleague (a line-toeing substitute teacher), Charlotte Gerlach 12th November at the local leader of the High Chamber, Munster reported. On 22 November Aigner was arrested and jailed.He was charged with violation of § 2 of the Treachery Act of 20 December 1934. On 7 May 1940, Aigner was sentenced to seven months in prison and taken to the Stadelheim prison. Since his detention on remand was counted, he was released from prison on 23 June 1941 was and deported to Dachau Concentration Camp. From there, Aigner came on 12 September as prisoner number 32 779 to a concentration camp in Sachsenhausen. He nearly died of pneumonia. In a bon mot is rumored Aigner: I’ll do that favor net, as in Prussia up here to die. On 3 October 1941 he was a prisoner number 27 788 in Dachau and then placed in the priest block. In Dachau, he made his forced labor mainly in agriculture. Between two barracks, he planted apple trees, and he even succeeded in breeding new varieties, KZ-1, KZ-2, KZ-3 and KZ-4. You will find KZ-3 at documenta 13.

artort.tv documenta Rückblick – Zanele Muholi

artort.tv documenta Rückblick – Zanele Muholi from clipmedia Film on Vimeo.

In unserer heutigen Ausgabe im documenta 13 Rückblick, treffen wir in der Neuen Galerie auf die Arbeit der Südafrikanerin Zanele Muholi. Ihr Werk besteht aus Schwarz-Weiß-Porträts homosexueller und queeren Sexualitäten, sowie einer dazugehörenden Videoarbeit mit dokumentarischen Interviews. Die Arbeit der bildenden Künstlerin besticht durch seine sehr direkte Bildsprache in den Porträts, wie auch der ungezügelten Aufzählung von Greultaten gegen Südafrikas Homosexuellen. Diesen Wahrheiten gepaart mit der Bildästhetik zieht die Besucherinnen und Besucher in den Bann. Wir haben nachgehakt und sind selbst sehr beeindruckt vom Gesagten. Wir wünschen gute Erkenntnisse!

Zanele Muholi's Bilder in der Neuen Galerie
Zanele Muholi's Bilder in der Neuen Galerie

Und was schreibt die documenta auf ihrer Webseite zu Zanele Muholi?

Zanele Muholi, geboren 1972 in Durban, Südafrika, lebt in Johannesburg. Neben einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Wien (2006) hat sie an der Bienal de São Paulo (2010) und der Bamako Biennale (2009) teilgenommen. Muholi hat den Casa África Award for the best female photographer (2009) erhalten und ist die Autorin von Mapping Our Histories: A Visual History of Black Lesbians in Post-apartheid South Africa (2009).

English:

Zanele Muholi, born in 1972 in Durban, South Africa, lives in Johannesburg. She has had a solo exhibition at the Kunsthalle Wien, Vienna (2006), and participated in the Bienal de São Paulo (2010) and the Bamako Biennale (2009). She received the Casa África award for best female photographer (2009) and authored Mapping Our Histories: A Visual History of Black Lesbians in Post-apartheid South Africa (2009).